Patenschaften

Drei Omas für Elli

​Von Bremen aus ging es noch am Tag des Drehs mit der Bahn über 230 Kilometer weiter nach Osten. Unser nächstes Ziel: die AWO Ludwigslust.

In der Ausländer-Sozialberatung des AWO Kreisverbandes Ludwigslust treffen sich regelmäßig Frauen aus verschiedenen Herkunftsländern und kochen gemeinsam, geben Kochkurse und vieles mehr.

Kochen verbindet

Initiiert hat das Projekt Kerstin Finger. Sie ist Teamleiterin der AWO Ausländerberatung und die „gute Seele“ im Landkreis Ludwigslust/Parchim, in dem 1.500 Ausländer/innen vor Ort beraten werden. Taucht ein Problem auf, ist sie mit einer Lösung im Gepäck zur Stelle.

Der Empfang, der uns erwartete, war wirklich großartig: mit AWO-Torte, selbst gebacken. 

Die AWO-Sahne-Torte

Gebacken hat den Kuchen Tanja Lakatus. Sie kam aus Serbien nach Deutschland und trifft sich in der Beratungsstelle regelmäßig mit Elaheh „Elli“ Fakherynik, die mit ihrer Familie aus dem Iran flüchten musste, und Adele aus Afghanistan.

Frauen und Kinder, die aus ihrer Heimat fliehen, sind auf dem Weg in eine sichere Zukunft stärker als Männer gefährdet. Angebote, die sich vor allem an Migrantinnen richten, sind deshalb umso wichtiger.

Die Frauen hier in Ludwigslust sind seit ca. zwei Jahren in Deutschland. Inzwischen verbindet sie und Kerstin Finger eine tiefe Freundschaft und ein gemeinsames ehrenamtliches Engagement für die geflüchteten Menschen in der Region.

Die Frauen im Interview mit unserem Team

Sie haben viel voneinander gelernt. So tauschen sie die unterschiedlichsten Rezepte aus. Zum Beispiel, wie Tahchin gekocht wird. Das ist eine iranische Spezialität, die aus Reis, Joghurt, Safran und vielen weiteren leckeren Zutaten zubereitet wird. Das Rezept zum Nachkochen haben wir auch bekommen –​ ​hier geht es zum PDF des Rezeptes.

Das harmonische Miteinander und die Verbundenheit sind in den Räumen deutlich spürbar. Elli berichtet, dass sie sehr herzlich in Ludwigslust aufgenommen wurde und durch die neu geschlossenen Freundschaften in Deutschland jetzt auch eine „neue“ Familie hat. Sie freut sich, dass sie "... jetzt eine Oma im Iran und zwei in Deutschland hat."

Das hier haben wir übrigens als Abschiedsgeschenk bekommen:

Mein Name in drei verschiedenen Sprachen ausgeschrieben.


Jetzt heißt es: üben, üben, üben … vielleicht bei der Zugfahrt. Als nächstes geht es aber erst einmal nach Gelsenkirchen – wo wir bei Pizza und Fußball neue Freunde kennenlernen werden.

Hier gibt es den Bericht von unserem vorherigen Halt in: Bremen.

Die Patenschaften begleiten wir im Rahmen der Patenschaftskampagne "Weil uns mehr verbindet - als uns trennt!". Die AWO hat knapp 3.600 Patenschaften für geflüchtete Menschen übernommen. Sie wird gefördert vom Patenschaftsprogramm des BMFSFJ "Menschen stärken Menschen". Die Patenschaftskampagne ist Bestandteil des AWO-Themenjahres "Für Menschen nach der Flucht. Gemeinsam in Würde leben".

#wasunsverbindet
Teilen

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Zurück zur Übersicht